Foto: Bürgermeister Reiner Breuer, IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und der Präsident der Hochschule Niederrhein, Dr. Thomas Grünewald, unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung zur zukünftigen Gestaltung des Wendersplatzes

Entwicklung des Wenderplatzes

Gemeinsame Erklärung von IHK, Hochschule Niederrhein und Stadt Neuss zur Entwicklung des Wenderplatzes

"Wir nehmen Fahrt auf, an Inovation und Weiterentwicklung der Stadt Neuss an den Rhein“, brachte Bürgermeister Reiner Breuer die Ideen des Wendersplatzes auf den Punkt.

Für die Entwicklung dieses Platzes im Herzen der Stadt zwischen Markt und Rennbahnpark haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die Hochschule Niederrhein und die Stadt Neuss jetzt eine gemeinsame Erklärung zur zukünftigen Gestaltung des Areals unterzeichnet. Die drei Partner kommen demnach überein, „das weitere Verfahren kooperativ zu betreiben“. In der Vereinbarung heißt es weiter: „Die Projektpartner vereinbaren – über die Einbeziehung in die Ideenwerkstatt Wendersplatz hinaus – einen kooperativen regelmäßigen Austausch über den Fortgang der Planungen, Festlegung einer Projektleitung (und Projektsteuerung) und die Entwicklung eines Zeitplanes für die Planung und Umsetzung des Gesamtprojektes, Wendersplatz – der Heimat einen Hafen geben‘.“

Nachdem die Stadt mit dem Prozess zur Entwicklung des Geländes begonnen hatte, verabschiedete die Vollversammlung der IHK den Beschluss, den Bau eines neuen Prüfungs- und Weiterbildungszentrums auf dem Wendersplatz voranzutreiben. Nach den politischen Diskussionen in Neuss hat die IHK ihre Planungen noch einmal angepasst. „Eine Verwaltung sehen wir auf dem Wendersplatz nicht vor“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Alle von der IHK an diesem Standort vorgesehenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie International zugeordnet und würden dafür sorgen, dass die vorgegebenen Ziele hinsichtlich Frequenz und Attraktivität erreicht werden. „Unser Campus für Bildung und Innovation richtet sich mit dem Schwerpunkt auf Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen vor allem an junge Menschen und wird einen spürbaren Beitrag zur Frequentierung des Wendersplatzes bis in die Abendstunden leisten“, betont Steinmetz und verweist auf eine Studie des Instituts rheform zu den Effekten des geplanten Campus‘: „Demnach können wir mit rund 40.000 Besuchern jährlich rechnen.“ Laut rheform könne „die IHK mit ihren Partnern den Grundstein für eine ganztägige Belebung des Wendersplatzes und der Neusser Innenstadt und das Hafen-Areal legen mit zusätzlicher Nachfrage für die umliegende Gastronomie und den Einzelhandel“.

Die Hochschule Niederrhein begrüßt die IHK-Initiative und erklärt ihre Bereitschaft, sich beim geplanten Bildungs- und Innovationscampus zu engagieren. „Die Hochschule Niederrhein und ihre Partner verfolgen gemeinsam die Absicht, sich mit einem Launch Center für die Lebensmittelwirtschaft (LCL) als ein Schlüsselprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier, das der gemeinsamen Entwicklungsforschung sowie dem Technologie- und Wissenstransfer zwischen angewandter Wissenschaft und Unternehmen dient, auf dem neuen Bildungs- und Innovationscampus der IHK in Neuss anzusiedeln“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Im Rahmen unserer Kooperation werden wir die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der berufsbegleitenden Weiterbildung für Fachkräfte aus der Stadt und dem Rhein-Kreis Neuss im neuen Bildungs- und Innovationscampus intensivieren“, versichert Hochschul-Präsident Dr. Thomas Grünewald. „Wir werden im neuen Bildungs- und Innovationscampus in Neuss einen Begegnungsort für Studieninteressierte, kooperierende Institutionen und Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und dem Rhein-Kreis Neuss aufbauen.“

Bürgermeister Reiner Breuer freut sich „über diese Initiative der IHK, der Hochschule und ihrer Projektpartner im Launch Center für Lebensmittelwirtschaft. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Wendersplatzes im Sinne einer publikumsintensiven, belebenden und alltäglichen Nutzung.“


(Stand: 5.7.2021, Fi)