Vorwort des Bürgermeisters
Vorwort des Bürgermeisters

Vorwort des Bürgermeisters

Liebe Neusserinnen und Neusser,

Im Dezember 2007 zählte Neuss 152.361 Einwohner. Von ihnen sind 19.535 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Das sind 12,8 Prozent der Gesamtbevölkerung und damit deutlich mehr als im Landes- bzw. Bundesdurchschnitt!

Diese Vielfalt ist für uns und unsere Stadt eine Chance und gleichzeitig eine große Herausforderung für alle Kulturen und Generationen. Meistern lässt sie sich nur als gemeinsame Aufgabe aller Menschen, unabhängig davon, ob sie aus Neuss stammen oder aus anderen Städten, Ländern und Kulturen in diese Stadt gekommen sind.

Seit der Anwerbung der ersten Gastarbeiter in den 1950er Jahren bis heute wurde mit den unterschiedlichsten Partnern und Akteuren, hauptberuflich und ehrenamtlich, vor Ort bereits sehr viel Gutes geleistet. Aber Integration ist kein zeitlich begrenzter, sondern ein dauerhafter Prozess, der alle Generationen und alle Felder des öffentlichen Lebens betrifft. Hier gilt es immer wieder zu sensibilisieren und zu aktivieren!

Das Thema „Integration von Zuwanderern“ ist eine Schlüsselaufgabe unserer Gesellschaft und zugleich eine allumfassende Querschnittsaufgabe einer modernen und dienstleistungsorientierten Stadtverwaltung. Aber Integration kann von niemandem verordnet werden. Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe kann sie nur durch den aktiven Einsatz jedes Einzelnen erfolgen. Dazu lade ich Sie nicht nur herzlich ein, sondern fordere Sie auf, sich aktiv zu beteiligen. Nur wenn alle, d. h. Einheimische und Zugewanderte, sich öffnen und an dem Integrationsprozess mitarbeiten, kann Integration nachhaltig gelingen. Hier ist jeder Neusser persönlich in der Pflicht!

Auch mir ist dies eine Herzensangelegenheit und daher habe ich persönlich, als Bürgermeister aller Neusserinnen und Neusser, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund / Zuwanderungsgeschichte zur Chefsache erklärt.

Ganz besonders freue ich mich, dass das vorliegende Konzept im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Beteiligung erarbeitet und im allgemeinen Konsens verabschiedet werden konnte.

Mein Dank gilt daher allen Personen, Institutionen, Initiativen, Vereinen, Verbänden und sonstigen Gruppierungen, die sich im Rahmen von Runden Tischen etc. mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement eingebracht und dieses Konzept „Willkommen in Neuss“ (WiN) unter Federführung der Sozialverwaltung der Stadt Neuss ermöglicht haben. Es bildet eine stabile Grundlage für die weitere gemeinsame Arbeit und die vielen noch zu erledigenden konkreten Aufgaben und Aktionen. Von dem Erfolg der darauf basierenden weiteren Aktivitäten bin ich überzeugt!

Ihr

Herbert Napp
Bürgermeister