Einleitung

„Integration heißt nicht, dass wir alle gleich werden.

Ziel ist es vielmehr, gleiche Chancen auf Bildung, Entwicklung und Wohlstand für alle in Deutschland lebenden Menschen zu schaffen.

Dafür ist die Mitarbeit der Migrantinnen und Migranten unverzichtbar.

Sie müssen sich nicht von da, wo sie herkommen, verabschieden, um da anzukommen, wo sie hingehen.“

Maria Böhmer

„Die Förderung der Integration ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe allererster Ordnung. (…)

Wir müssen sie wirklich ernst nehmen. Wir brauchen die Diskussion darüber, wie wir Einwanderung gestalten wollen und welche Regeln dafür nötig sind.

Ich wünsche mir ein vielfältiges und lebendiges Deutschland – friedlich und weltoffen. Daran zu arbeiten lohnt jede Mühe.
Ich wünsche mir ein vielfältiges und lebendiges Deutschland – friedlich und weltoffen. Daran zu arbeiten lohnt jede Mühe. Es kommt nicht auf die Herkunft des einzelnen an, sondern darauf, dass wir gemeinsam die Zukunft gewinnen.“

Johannes Rau

Deutschland ist seit dem Zweiten Weltkrieg eines der bedeutendsten Zuwanderungsländer unter den entwickelten Industriestaaten der westlichen Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte den Flüchtlingen und Vertriebenen die Anwerbung der Arbeitsmigranten/Innen. Entgegen den damaligen Vermutungen, ließen diese sich hier nieder und holten ihre Familien nach.

Von Mitte der 1970er Jahre an nahm auch die Bedeutung der Zuwanderung von Asylbewerbern/Innen und Bürgerkriegsflüchtlingen zu. Seit Ende der 1980er Jahre wandelte sich mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten die Zuwanderung der Aussiedler/Innen zu einer Massenzuwanderung, die in den 1990er Jahren begrenzt sowie hinsichtlich der Umschreibung der zuwanderungsberechtigten Gruppen rechtlich und politisch reguliert worden ist.

Die Integration von Zuwanderern/Innen ist inzwischen zur Zukunftsfrage geworden. Sie ist nicht nur ein bedeutender Faktor für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt Neuss, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem damit absehbaren Mangel an Facharbeitskräften ist es eine entscheidende Frage, ob es gelingt insbesondere die Potentiale von jungen Menschen mit Migrationshintergrund / Zuwanderungsgeschichte zu fördern, zu entwickeln und positiv zu nutzen statt zu ignorieren oder gar verfallen zu lassen.

Fußnoten

  1. Zitat: Staatsministerin Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, anlässlich der Vorstellung des „Nationalen Integrationsplanes“ der Bundesregierung am 12. Juli 2007 im Bundeskanzleramt in Berlin
  2. Zitat: Johannes Rau, Bundespräsident 1999 – 2004, Berliner Rede: „Ohne Angst und Träumereien: Gemeinsam in Deutschland leben“, Berlin,12.Mai 2000