Verkehrsuntersuchung zur Erweiterung des Gewerbegebietes Derikum

Das Gutachten stellt die verkehrlichen Auswirkungen der im Flächennutzungsplanentwurf neu dargestellten Gewerbefläche für Derikum (Gewerbegebiet südlich der Dieselstraße) dar. Es zeigt anhand einer Vielzahl an Varianten auf, wie das Gewerbegebiet angebunden werden kann, welche verkehrlichen Auswirkungen damit einhergehen und welche verkehrsplanerischen bzw. verkehrslenkenden Maßnahmen erforderlich bzw. in nachfolgenden Arbeitsprozessen (Verkehrskonzept Neusser Süden, verbindliche Bauleitplanung) zu prüfen sind.

Das Gutachten, wie auch die Darstellung im Flächennutzungsplanentwurf selbst, hebt keine abschließend zu verfolgende Variante oder eine zu favorisierende Lösung hervor. Es zeigt vielmehr auf, dass sowohl über das bestehende Straßennetz als auch über eine Verknüpfung des Gewerbegebietes Derikum über eine Verbindung zur L 380 mit der geplanten Autobahnanschlussstelle Delrath eine verkehrliche Abwicklung möglich ist. Viele Fragestellungen sind letztlich erst in der konkreten Planung und nicht auf Ebene der Flächennutzungsplanung abschließend zu beantworten.

Die bestehende Verkehrssituation im überörtlichen Netz der Autobahnen ist durch eine allgemeine Verkehrszunahme, regionale Pendlerströme bei gleichzeitiger Einschränkung der Infrastruktur durch Ausbau und Unterhaltung geprägt (u.a. Fleher Brücke). Diese Verdichtung führt derzeit insbesondere in den Stoßzeiten zu erheblichen Auswirkungen auf den Abfluss im nachfolgenden Netz der Bundes-, Landes-, Kreis- und Stadtstraßen. Daher sind Verbesserungen u. a. an der Anschlussstellen Norf sowie die Entlastung der Anschlussstelle Uedesheim durch den Neubau der Anschlussstelle Delrath genauso geboten, wie neue Konzepte für eine stärkere Nutzung des Umweltverbundes im Rahmen der Erschließung auch von Gewerbegebieten. Daher ist die Darstellung im FNP sinnvoll, allerdings die konkrete Gewerbegebietsentwicklung Derikum in ein zu erstellendes Verkehrskonzept für den Neusser Süden einzubetten.

Die Verwaltung beabsichtigt, innerhalb der Abwägung zum FNP den politischen Gremien einen zu berücksichtigenden Rahmen im Hinblick z.B. auf die Nutzung (u. a. Anschluss von reinen Speditions- und Logistikbetrieben) und Gestaltung (Eingrünung, Abstaffelung von Gebäuden) vorzuschlagen, der im weiteren Prozess zu berücksichtigen ist.

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