Überbrückungshilfen Phase III (Antragstellung ab Januar 2021)

Unternehmen, Soloselbstständige, Freiberufler mit einem Jahresumsatz bis 750 Mio. Euro im Jahr 2020 sind antragsberechtigt.  Die Überbrückungshilfen Phase III greifen für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021, wenn folgende Voraussetzung erfüllt ist:

  • Umsatzrückgang von mind. 30% in einem oder mehreren Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 (im Vergleich zu den jeweiligen Referenzmonat in 2019)

Wie ist die Förderung aufgebaut und was wird gefördert?

Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt und orientiert sich an der Höhe des Umsatzeinbruches:

  • Umsatzeinbruch mehr als 70 Prozent: Es werden bis zu 90 Prozent der monatl. Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent bis 70 Prozent: Es werden bis zu 60 Prozent der monatl. Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent bis 50 Prozent: Es werden bis zu 40 Prozent der monatl. Fixkosten erstattet.

Soloselbstständige eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – beantragen. Die maximale Höhe von 50% des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 bis max. 7.500 Euro bekommen.

Zu den Kosten, die erstattet werden können, zählen bspw. Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Marketing- und Werbekosen, bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000. Neuerungen bei den erstattungsfähigen Kosten gibt es für diejenigen Branchen, die besonders von der Krise betroffen sind, wie die Reisebüros und Reiseveranstalter, die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, den Einzelhandel und die Pyrotechnikbranche:

  • Einzelhändler sollen nicht auf den Kosten für Saisonware sitzenbleiben. Daher wird der Wertverlust für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 als Kostenposition anerkannt. Das gilt u.a. für Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung sowie verderbliche Ware.
    Diese Warenabschreibungen können zu 100% als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden.
  • Die Reisebranche soll durch eine umfassende Berücksichtigung der Kosten und Umsatzausfälle durch Absagen und Stornierungen zusätzlich unterstützt werden. Externe Vorbereitungs- und Ausfallkosten können um eine 50 prozentige Pauschale für interne Kosten erhöht und bei den Fixkosten berücksichtigt werden.
  • Für die Pyrotechnikindustrie gilt eine branchenspezifische Regelung. Sie können eine Förderung für die Monate März bis Dezember 2020 beantragen. Zusätzlich können Lager- und Transportkosten für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 zum Ansatz gebracht werden.

Wie sieht das Antragsverfahren aus?

Das Antragsverfahren erfolgt gleichlaufend zum Antragsverfahren der Überbrückungshilfen II sowie den November- und Dezemberhilfen über die Überbrückungshilfe-Plattform. Die Anträge sind online über einen Steuerberater/in oder Wirtschaftsprüfer/in zu stellen. Eine Ausnahme gilt für Soloselbstständige, welche die Neustarthilfe (einmalig max. 5.000 Euro) beantragen. Sie können direkt Anträge stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen.

Über Updates zu den Überbrückungshilfen informieren wir Sie gerne auf unseren Seiten. Weiterführende Informationen finden Sie auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums. Ein FAQ zu den neuen Hilfen sowie weitere Informationen zum Antragsverfahren erhalten Sie hier.