Kurzarbeitergeld

Der Zugang zum Kurzarbeitergeld wurde für Unternehmen, welche von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen sind, erleichtert. So kann Kurzarbeitergeld bereits beantragt werden, wenn 10% der Beschäftigten von dem Ausfall betroffen sind. Auch wird teilweise bis vollständig darauf verzichtet, dass zuvor negative Arbeitszeitsalden der Mitarbeiter abgebaut werden müssen. Die Sozialversicherungsbeiträge werden durch die Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Auch bei Leiharbeitern findet das flexible Kurzarbeitergeld Anwendung.  Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Die Steuerfreistellung von Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes im Rahmen des Corona-Steuerhilfegesetz wurde am 28.05.2020 vom Bundestag beschlossen. Aktuell erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 60% (bzw. 67%) des letzten Nettogehalts. Liegt eine längere Bezugsdauer vor, wird der Betrag auf 80% (bzw. 87%) erhöht. Arbeitgeber können diesen Betrag entweder freiwillig oder im Zuge von Vereinbarungen in Tarifverträgen aufstocken. Die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber soll nun attraktiver gemacht werden, indem Aufstockungen auf bis zu 80% des Gehalts steuerfrei bleiben. Zuvor wurden diese freiwilligen Aufstockungen wie steuerpflichtige Arbeitslöhne behandelt, während die Sozialabgaben auf die Aufstockung hingegen nicht gezahlt werden mussten. Diese vom Bundeskabinett beschlossene Maßnahme verlängert sich von zwölf auf 24 Monate. Diese neue Bezugsdauer gilt für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Maximal soll das Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 gezahlt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Bundesministeriums sowie auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums.